Kryptowährungen & digitale Assets

Krypto-Kompass: Der Kryptomarkt im Überblick

01.12.2023

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Der Kapitalmarkt ist im steten Wandel. Besonders der Markt mit digitalen Assets als wichtigstem Anwendungsbereich der Blockchain-Technologie ist sehr dynamisch. Um einen ganzheitlichen Einblick in diesen zukunftsträchtigen Markt zu geben, hat Boerse Stuttgart Digital einen umfassenden „Krypto-Kompass“ veröffentlicht. Hier stellen wir Ihnen die wichtigsten Inhalte und Erkenntnisse daraus vor. 

Der Krypto-Kompass 2023 

Der Krypto-Kompass ist ein umfangreicher Report rund um die Business-Potenziale von Blockchain und digitalen Krypto-Assets. Mit diesem alle Seiten beleuchtenden Kompass möchte Boerse Stuttgart Digital interessierten Banken, Fondsmanagern, Family Offices und allen weiteren institutionellen, aber auch privaten Anlegern, den Einstieg in die Welt der Finanzzukunft erleichtern. 

In diesem Beitrag finden Sie die wichtigsten Inhalte aus dem Report in einer kompakten Zusammenfassung. Sämtliche Quellen, Belege und weitergehende Statistiken lesen Sie im Krypto-Kompass, der kostenlos verfügbar ist. Möchten Sie tiefer eintauchen? Am Ende des Artikels finden Sie den Link zum kostenlosen Download des Dokuments. 

Die Blockchain als Gamechanger 

Die Blockchain-Technologie steht im Zentrum aller Krypto-Finanzprodukte. Diese revolutionäre Technologie definiert die „alte“ Finanzwelt neu und ermöglicht mehr Transparenz, hohe Sicherheitsstandards und dabei zudem signifikant gesteigerte Abwicklungseffizienzen in der gesamten Wertschöpfungskette. Boerse Stuttgart Digital begrüßt die damit verknüpften regulatorischen Vorhaben auf nationaler und internationaler Ebene und sieht sich selbst mit ihren Angeboten als Brückenbauer zwischen Kapital- und Kryptomarkt. 

Das Krypto-Ökosystem ist vor allem auch für institutionelle Anleger wie Fonds, Banken oder Family Offices spannend. Die Blockchain-Technologie definiert das Vertrauen in den Kapitalmarkt durch Transparenz, Sicherheit und Effizienz neu. Dabei spielen die Kernmerkmale der Blockchain wie Konsensmechanismen und Dezentralität eine wichtige Rolle. Diese Technologie ermöglicht es, Finanztransaktionen transparent und für alle Netzwerkmitglieder nachvollziehbar aufzuzeichnen. Die Dezentralität der Blockchain kann vor Manipulation und technischen Ausfällen schützen, während Smart Contracts in Echtzeit automatisierte Transaktionen ermöglichen, die über Ländergrenzen hinweg funktionieren. 

In der Konsequenz haben diese Eigenschaften der Blockchain das Potenzial dazu beizutragen, den Kapitalmarkt effizienter, sicherer und für Anleger aller Art zugänglich zu machen. 

Das Krypto-Ökosystem, seine Begrifflichkeiten und seine Größe 

Der Krypto-Kompass legt einen Schwerpunkt auf das Verständnis des Kryptomarkts und dessen Begrifflichkeiten. Es sind bereits einige Bezeichnungen gefallen, die Ihnen womöglich fremd oder unklar sind. Um die weitere Zusammenfassung des Krypto-Kompasses verstehen zu können, erklären wir Ihnen diese. 

Von DLT bis Tokenisierung: Krypto-Begriffe im Überblick 

Die wichtigsten Krypto-Begrifflichkeiten aus dem Report im Überblick: 

  • Distributed Ledger Technology (DLT): Eine dezentralisierte Datenbank, die von verschiedenen Teilnehmenden (Nodes) verwaltet wird. Jeder Knotenpunkt im Netzwerk hat eine Kopie des Ledgers, was es sicher und schwer manipulierbar macht. Blockchain ist eine Form von DLT.
  • Dezentralität: Ein System ohne zentrale Kontrollinstanz. In einer Blockchain bedeutet dies, dass die Daten und Transaktionen auf einem Netzwerk vieler Computer verteilt sind, was das System sehr sicher und transparent macht.
  • Smart Contracts: Programmierbare Verträge, die automatisch ausgeführt werden, wenn festgelegte Bedingungen erfüllt sind. Sie laufen auf der Blockchain, was sie transparent, unveränderlich und sicher macht.
  • Konsensmechanismus: Ein Verfahren, durch das alle Teilnehmenden eines dezentralen Netzwerks einen gemeinsamen Konsens über den aktuellen Stand der Daten oder die Gültigkeit von Transaktionen erreichen.
  • Proof of Work (PoW): Ein Konsensmechanismus in einer Blockchain, der zur Bestätigung von Transaktionen und zur Erstellung neuer Blöcke verwendet wird. Miner lösen komplexe mathematische Probleme, um neue Blöcke zu erstellen. Der Erste, der das Problem löst, darf den nächsten Block zur Blockchain hinzufügen und wird dafür mit der Kryptowährung der Blockchain belohnt.
  • Proof of Stake (PoS): Ein alternativer Konsensmechanismus zu PoW, der weniger rechenintensiv ist. Bei PoS werden Transaktionen und Blöcke durch Personen bestätigt, die einen Anteil der Kryptowährung besitzen (Stake). Je größer ihr Anteil, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass sie einen Block validieren dürfen.
  • Staking: Der Prozess des Haltens von Kryptowährungen, um die Operationen eines Blockchain-Netzwerks zu unterstützen. Im Gegenzug erhalten die Teilnehmenden (Validatoren) Belohnungen – die Staking-Rewards.
  • Token: Eine Art von digitalem Asset, das auf einer bestehenden Blockchain erstellt wird. Tokens können verschiedene Werte oder Rechte repräsentieren und werden häufig für Transaktionen innerhalb eines spezifischen Ökosystems verwendet.
  • Tokenisierung: Der Prozess der Umwandlung von Rechten oder Assets (zum Beispiel Unternehmensanteile oder Immobilien) in einen digitalen Token auf einer Blockchain. 

Die Entwicklung des Kryptomarkts 

Der Kryptomarkt wird weltweit immer professioneller – Deutschland nimmt dabei eine Vorreiterrolle ein. Bis Ende Juli 2023 wurden hier zwar erst 45 tokenisierte Wertpapiere emittiert, hauptsächlich in Form von Anleihen, der Markt wächst aber. Ein prominentes Beispiel ist die von Siemens im Februar 2023 emittierte Anleihe über 60 Millionen Euro. In der Schweiz ist der Markt etwas weiter und die Tokenisierung von Aktien bereits möglich, zudem hat die European Investment Bank (EIB) mehrere Anleihen in tokenisierter Form ausgegeben. 

Auch ein Blick auf weitere Zahlen und Krypto-Statistiken zeigt das Wachstum deutlich: 

  • Das Volumen der weltweiten Investitionen in Blockchain-Technologien und Kryptowährungen stieg laut Statista von 8,2 Milliarden US-Dollar im Jahr 2018 auf 30,2 Milliarden im Jahr 2021.
  • Im Jahr 2021 wurden 160 Millionen Euro in Krypto-Start-ups mit Sitz in Deutschland investiert.
  • 36 Prozent von 55 befragten institutionellen Vermögensanlegern in der DACH-Region investierten laut Cointelegraph 2020 bereits in Kryptowährungen, Stablecoins und Derivate – weitere 40 Prozent planten das. 

Auch wenn tokenisierte Wertpapiere noch in den Kinderschuhen stecken, können diese sich künftig als „Verbriefungsform“ etablieren. Grundlage dafür ist in jedem Falle, dass ein regulatorischer Rahmen für Kryptowerte geschaffen wird, der es sämtlichen Anlegern, institutionell und privat, ermöglicht, sicher zu investieren. 

Krypto am Kapitalmarkt der Zukunft 

Das Verständnis des Markts ist die Grundlage dafür, die Potenziale der Technologie zu erkennen. Dass diese den Finanzmarkt verändern werden, ist nicht zuletzt an den Regulierungsvorhaben Deutschlands und der EU im Hinblick auf Kryptowährungen und tokenisierte Wertpapiere erkennbar. 

In Deutschland haben die frühzeitige Regulierung von Kryptoverwahrern sowie das Fondsstandortgesetz zu einer Professionalisierung des Kryptomarkts beigetragen. Es wird beispielsweise ermöglicht, dass Spezialfonds direkt in Kryptowerte investieren können. Das stärkt den Anlegerschutz und fördert die Marktentwicklung. In der Schweiz und der EU sind ebenfalls Fortschritte zu verzeichnen. 

MiCAR und DLT PT: Regulierung auf europäischer Ebene 

Die von Boerse Stuttgart Digital begrüßte Markets in Crypto-Assets Regulation (MiCAR) der EU stellt einen bedeutenden regulatorischen Fortschritt dar, der Emittenten und Anbietenden von Kryptowerten ähnliche Standards wie traditionellen Finanzinstituten auferlegt. MiCAR bietet ein umfassendes Regelwerk für Kryptowerte im EU-Binnenmarkt und erhöht das Vertrauen sowie die Marktintegrität, was zu einer gesteigerten Investitionsbereitschaft führen könnte. 

Ein weiterer wesentlicher Bestandteil der Regulierungsvorhaben ist das Distributed Ledger Technology Pilot Regime (DLT PR) der EU. Dieses ist eine Art regulatorische Sandbox, die das Testen der DLT in der Emission, im Handel und in der Abwicklung von Finanzinstrumenten ermöglicht. Dieses Regime zeigt die Bereitschaft der EU, innovative Technologien zu fördern und zu adaptieren – sie ist so ein Vorreiter in der Nutzung neuer Technologien im Finanzsektor. 

eWpG und ZuFinG: Wichtige Gesetze für die Zukunft des deutschen Kryptomarkts 

Zurück nach Deutschland: Hier wurde Mitte 2021 das Gesetz über elektronische Wertpapiere (eWpG) eingeführt, dass die elektronische Emission bestimmter Wertpapiere, einschließlich Kryptowertpapieren, ermöglicht. Dieses Gesetz markiert einen bedeutenden Schritt in der Digitalisierung des deutschen Kapitalmarktes. Das eWpG deckt eine breite Palette von Finanzinstrumenten ab und hat das Potenzial, den Emissionsprozess effizienter zu gestalten. Insbesondere strukturierte Wertpapiere, die einen großen Anteil an neu emittierten Wertpapieren ausmachen, könnten von diesem neuen Mechanismus profitieren. 

Ein weiteres wichtiges Gesetz in diesem Zusammenhang ist das Zukunftsfinanzierungsgesetz (ZuFinG). Es zielt darauf ab, das eWpG zu erweitern und auch die Emission von Namensaktien auf der DLT zu ermöglichen. Es gibt jedoch noch Herausforderungen bei der Adaption von Kryptowertpapieren, einschließlich des ausschließlich bilateralen OTC-Handels und der Kosten, die mit der Pflicht zur Veröffentlichung von Emissionen im Bundesanzeiger verbunden sind. 

Zwei Themen werden im Zusammenhang mit dem Kryptomarkt immer wieder kritisch angemerkt: Geldwäsche und Steuern. Auf diese Entwicklungen im Krypto-Bereich hat Deutschland frühzeitig reagiert. Durch die Kryptowertetransferverordnung setzt Deutschland die von der OECD vorgegebene „Travel Rule“ um, die Informationen über die an Krypto-Transaktionen beteiligten Personen erfordert. Außerdem hat Deutschland klare steuerliche Richtlinien für Kryptowerte eingeführt, wodurch Gewinne aus dem Verkauf von Kryptowerten steuerpflichtig sind, wenn sie innerhalb eines Jahres nach dem Kauf realisiert werden. 

Blockchain-Technologie ebnet den Weg zum modernen Kapitalmarkt 

Der gesamte Krypto-Kompass von Boerse Stuttgart Digital zeigt: Die Blockchain-Technologie ist der wesentliche Treiber und gleichzeitig eine große Chance für den modernen Kapitalmarkt der Zukunft. Die mit ihr einhergehende Transparenz, die hohen Sicherheitsstandards und ihre Effizienz sind wichtig, um das Vertrauen der Anleger zu gewinnen. Deutschland und die EU sind hier im globalen Wettbewerb auf einem guten Weg, was die Standorte interessant für institutionelle Anleger macht. 

Wichtig ist, jetzt die richtigen Weichen zu stellen und Veränderungen voranzutreiben, um die nächste Innovationswelle nicht zu verpassen. Dazu gehören in erster Linie die Schaffung von innovationsfreundlichen und technologieneutralen Regulierungsansätzen. 

Chancen für institutionelle Anleger 

Bereits die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Krypto-Kompass, gepaart mit aktuellen Entwicklungen wie der Zulassung von Bitcoin-ETFs oder der Möglichkeit, über Boerse Stuttgart Digital künftig zuverlässig Staking betreiben zu können, zeigt: Für private, aber vor allem institutionelle Anleger bieten digitale Assets hochspannende Möglichkeiten. 

Möchten Sie tiefer in die Materie eintauchen, mehr Hintergründe zum Kapitalmarkt der Zukunft erfahren und im Detail verstehen, wie dieser funktioniert? Der Krypto-Kompass steht für Sie kostenlos zum Download bereit! 


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